Hörsaalzentrum

Montag, 16.09.2019, 14:00-19:00 Uhr / Session 1

Moderation: Dr. Iris Reimann

Eröffnung und Grußworte

Lokaler Beitrag: CARDIOvascular Science – Studieren im HERZEN Deutschlands

Referentin: Dr. Christina Würtz, Studiengangskoordinatorin

Seit vielen Jahren ist die Universitätsmedizin Göttingen führend auf dem Gebiet der Erforschung der Herz-Kreislauferkrankungen. DFG-geförderte Sonderforschungbereiche und international vernetze Graduiertenkollegs sind auf Ebene der Grundlagenforschung ebenso tätig, wie klinische Forschergruppen im direkten Dienst am Patienten. Um auch zukünftige Generationen von Grundlagenforschern bereits auf Masterniveau intensiv in diesem Bereich ausbilden zu können, wurde im Jahr 2015 der englischsprachige Studiengang „Cardiovascular Science“ in Göttingen etabliert. Mit seiner starken praktischen Ausrichtung gibt er den Nachwuchsforschern bereits während des Studiums erste Einblicke in den Alltag wissenschaftlichen Arbeitens und erlaubt ihnen, sich selbst mit verschiedenen Themen der kardiovaskulären Forschung auseinanderzusetzen. Ganz nach dem Motto: „Forschung am Herz – im Herzen von Deutschland“

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Festvortrag: n.n.

Referent: Prof. Dr. Ulrich Sax, stellvertretender Leiter des Instituts für Medizinische Informatik der UMG

 

 



 

 Arbeitskreise (nur für Mitglieder) / 15:00-17:00

Arbeitskreis der Krankenhausbibliotheken

Moderation: Dr. Christian Vogel, Linz

Begrüßung

Wahl der Arbeitskreisleiterin/ des Arbeitskreisleiters

Erfahrungsaustausch


Raum:

 

Arbeitskreis der Medizinbibliotheken an Hochschulen

Moderation: Oliver Weiner, Kiel

Begrüßung

Wahl der Arbeitskreisleiterin/ des Arbeitskreisleiters

Vortrag: n.n., Dr. Diana Klein, UB Würzburg

 Erfahrungsaustausch

Raum:

 

Mitgliederversammlung (nur für Mitglieder) / 17:30-19:00 

 

Dienstag, 17.09.2019, 09:00-10:00 Uhr / Session 2

Moderation:

Vortrag 1: Elektronische Laborbücher als Teil des Forschungsdatenmanagements in den Lebenswissenschaften – Die Rolle einer Bibliothek am Beispiel ZB MED Informationszentrum Lebenswissenschaften

Referentin: Birte Lindstädt, ZB MED Informationszentrum Lebenswissenschaften, Köln

Eine zentrale Rolle im Lebenszyklus von Forschungsdaten kommt dem Elektronischen Laborbuch (ELN – Electronic Lab(oratory) Notebook) als Dokumentationsinstrument insbesondere in der medizinischen Forschung zu. Es löst in immer mehr Forschungseinrichtungen das bisher verwendete Laborbuch in Papierform ab, da sich Forschende zunehmend den technischen Fortschritt für ihre Arbeit zunutze machen wollen. Die Einführung eines geeigneten Electronic Lab Notebook gliedert sich grob in drei Phasen, die jeweils ihre besonderen Herausforderungen bergen. Am Anfang steht die Auswahl eines oder mehrerer möglicherweise geeigneter Produkte. Daran schließt sich eine Testphase an, während der sich im Idealfall ein Produkt als passend herauskristallisiert. Sobald ein ELN lizensiert und implementiert ist, folgt die Verbreitung in den Forschungsgruppen.

Neben der Gestaltung eines institutionellen Forschungsdatenmanagements kann ein ELN auch einen wesentlichen Beitrag zur guten wissenschaftlichen Praxis leisten, da durch seinen Gebrauch Forschungsprozesse und -ergebnisse besser nachvollziehbar werden.

ZB MED konzentriert sich auf die Unterstützung des Einführungsprozesses durch den Aufbau einer Informationsbasis und die Erstellung eines Leitfadens. Eine große Hürde im Auswahlprozess stellt die Produktvielfalt dar. Es existiert ein breites Angebot von fast hundert Produkten mit unterschiedlichen Schwerpunkten, Ausstattungsmerkmalen und Preisstrukturen. Ein erstes wichtiges Ziel von ZB MED liegt daher darin, Hilfestellung bei der Definition von Auswahlkriterien vor dem Hintergrund der institutionellen oder laborspezifischen Anforderungen zu geben. Diese können dann mit den Produktmerkmalen angebotener Elektronischer Laborbücher abgeglichen werden. Hilfreich bei der Einführung eines ELN kann es sein zu schauen wie es andere bereits gemacht haben, welche Ziele dabei verfolgt wurden, wie die Vorgehensweise war, etc. Daher ist ein weiteres Ziel Best-Practice-Beispiele darzustellen.

Der Vortrag stellt ELNs zum einen in den Gesamtkontext eines institutionellen Forschungsdatenmanagements, zum anderen gibt er einen Überblick über die Unterstützungs- und Beratungsmöglichkeiten einer Fachbibliothek zu diesem Thema.


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Vortrag 2: DEAL (Arbeitstitel)

Referent: Prof. Hippler

 

 

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Dienstag, 17.09.2019, 10:30-11:30 Uhr / Session 3

Moderation: Vorstand der AGMB

Plenumsdiskussion: Quo Vadis AGMB

Referentin des Impulsvortrages: Dagmar Härter

 

 

Dienstag, 17.09.2019, 14:15-15:15 Uhr / Session 4

Moderation:

Kurzvortrag 1: RefHunter – Ein kontinuierlich aktualisiertes Manual zur Literaturrecherche in gesundheitswissenschaftlichen Fachdatenbanken / Thomas Nordhausen & Julian Hirt, Halle-Wittenberg
& St. Gallen

Hintergrund und Zielsetzung
Die Grundlage für eine qualitativ hochwertige systematische Übersichtsarbeit ist eine methodisch sorgfältig durchgeführte Literaturrecherche in Fachdatenbanken (Cooper et al., 2018). In den Gesundheitswissenschaften und der Medizin existieren mittlerweile viele themenspezifische Datenbanken, die ein breites Spektrum an vorhandener Evidenz beinhalten (Reed & Baxter, 2009). Es ist unerlässlich, die Eigenheiten der ausgewählten Fachdatenbanken zu kennen und Suchstrategien dem-entsprechend anzupassen (McGowan & Sampson, 2005). Das Manual RefHunter wurde entwickelt, um sich mit den Bedienungsmodalitäten verschiedener Fachdatenbanken zurechtzufinden, deren Möglichkeiten und Grenzen zu kennen sowie datenbankspezifische Suchstrategien zu entwickeln. Das Ziel der Weiterentwicklung von RefHunter ist die kontinuierliche Aktualisierung, Erweiterung und Dissemination der Inhalte und Komponenten des Manuals.

Methoden
Das Manual wurde im September 2018 und März 2019 umfangreich aktualisiert und erweitert und liegt derzeit in der dritten Version vor. Berücksichtigung bei der Überarbeitung und Erweiterung fanden auch die Rückmeldungen der Nutzenden. Neben den Autoren haben 29 weitere Personen, darunter zwei Informationsspezialisten, zur Aktualisierung beigetragen.

Ergebnisse
Mit dem Update im März 2019 stehen tabellarische Übersichten zu den grundlegenden und speziellen Funktionen mit Erläuterungen und Beispielen von insgesamt 41 Fachdatenbanken zur Verfügung. Der Vorschlag für das methodische Vorgehen bei der Literaturrecherche in Fachdatenbanken wurde überarbeitet und um den Schritt „Ergänzende Recherchemöglichkeiten“ erweitert. Zu jedem der einzelnen Rechercheschritte finden sich nun wichtige weiterführende Informationen und Hilfen. Zudem wird monatlich bis Oktober 2019 eine zehnteilige Reihe in einer deutschsprachigen Open Access Zeitschrift publiziert, in der das methodische Vorgehen bei jedem Schritt der Literaturrecherche in Fachdatenbanken an einer beispielhaften Fragestellung dargestellt wird. Ein Recherchekompass unterteilt die vorgestellten Fachdatenbanken nach verschiedenen Kriterien (Themen, Publikationsmedien, Forschungsdesigns, Länder/Regionen, Typ der Fachdatenbank/Suchmaschine), um die Nutzenden bei der Auswahl der Fachdatenbanken für die Recherche zu unterstützen.

Diskussion und Ausblick
Das Manual kann einen Beitrag zu einer einheitlichen und methodisch hochwertigen Vorgehensweise bei der Literaturrecherche in den Gesundheitswissenschaften und der Medizin leisten. Um eine dauerhafte Aktualität zu gewährleisten, unterliegt das Manual einem ständigen Überarbeitungsprozess, in den auch weiterhin das Feedback der Nutzenden einfließt. Zukünftige Planungen beinhalten die Überführung von RefHunter in ein reines Webformat, das die Zusammenstellung einer pdf-Datei entsprechend individueller Bedürfnisse sowie eine verbesserte kollaborative Zusammenarbeit ermöglicht.

Kurzvortrag 2: Open Access als Zumutung für die Erwerbung / Dr. Astrid Vieler, Leipzig

Bereits seit Jahren setzen wissenschaftliche Bibliotheken durch Open-Access-Publikationsfonds, durch Offsetting-Veträge und andere Open-Access-Produkte einen Teil Ihrer Budgets ein für die Produktion von Wissen, und nicht mehr für dessen Bereitstellung.
Dies ist eine grundlegende Veränderung im Selbstverständnis des bibliothekarischen Erwerbungsgedankens und die Konsequenzen dessen werden im Vortrag kurz umrissen.

Sehen Sie dazu auch den Treffpunkt: "Was bedeutet die Open Access Transformation für die Erwerbung in Bibliotheken?"

Kurzvortrag 3: Wie kann ich karrierebewusste Wissenschaftler*innen für Open Access begeistern? / Dr. Jasmin Schmitz, Köln

Der Kurzvortrag möchte schlaglichtartig erläutern, inwieweit bei den tragenden Säulen einer wissenschaftlichen Karriere wie Publikationsoutput, Impact und Drittmitteleinwerbung Open Access eine Rolle spielt und wie es sich ggf. förderlich auf die jeweiligen Punkte auswirkt. Ziel soll sein, Argumente zu liefern, die bei Gesprächen mit kritischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern angeführt werden können.

Kurzvortrag 4: Re:Publica 2019 / Dr. Stefanus Schweizer, Mainz

Re:Publica 2019

Sind wir* alle ein Idiot? Der Kurzvortrag beantwortet die Frage von Sascha Lobo, einem Keynote-Speaker der Re:Publica 2019, und gibt Anregungen für Pausengespräche rund um die schöne neue Welt des Arbeitens, Kommunizierens und der Politik in Zeiten von @realDonaldTrump.

 

Kurzvortrag 5: EasyDesy – Making Clinical Decisions Fun! / Dr. Christian Vogel, Linz

Medizinisches Fachwissen, das Spaß macht: Die neue Gratis-App für Ärzte macht Entscheidungen im klinischen Alltag einfach wie nie – es werden keine fachlichen Vorkenntnisse mehr benötigt! Das Crowd-Funding-Projekt „EasyDesy“ zeigt jetzt endlich, dass Qualität doch nichts kosten muss – machen Sie mit!

 

Mittwoch, 18.09.2018, 09:00-10:30 Uhr / Session 7

Moderation:

Vortrag 3: Die Rechercheplattform PubPharm

Referentin: Dr. Christina Draheim, Fachinformationsdienst Pharmazie der Universitätsbibliothek Braunschweig

Die Universitätsbibliothek Braunschweig betreut den deutschlandweiten Fachinformationsdienst (FID) Pharmazie in Kooperation mit dem Institut für Informationssysteme (IfIS) der TU Braunschweig. Der FID wird seit 2015 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Förderprogramm Fachinformationsdienste für die Wissenschaft gefördert und befindet sich aktuell in der 2. Förderphase.
Zentraler Dienst ist die pharmaziespezifische Rechercheplattform PubPharm (www.pubpharm.de), ein auf der Open Source Software VuFind basierendes Discovery System.
In PubPharm sind aktuell über 55 Millionen Einträge nachgewiesen. Hierzu gehören 29 Millionen Publikationen aus der Datenbank PubMed (Medline) und zusätzlich weitere Artikel aus Fachzeitschriften angrenzender Disziplinen der Pharmazie (u.a. der Chemie, Pharmakologie oder auch Toxikologie). Ergänzt werden diese durch fachspezifische Bücher (z.B. E-Books und Dissertationen), Konferenzschriften und Daten zu klinischen Studien aus dem Studienregister ClinicalTrials.gov. Die standortabhängige Verfügbarkeitsprüfung ermöglicht einen direkten Zugriff auf die Literatur, die am jeweiligen Standort lizenziert ist. Neben verschiedenen Filterfunktionen bietet PubPharm als weiteres Feature einen integrierten Editor für das Zeichnen chemischer Strukturen und die damit verbundene Möglichkeit der Substruktur- und Ähnlichkeitssuche.
Daher ist PubPharm nicht nur für die pharmazeutische Forschung, sondern auch für andere Lebenswissenschaften interessant und nützlich.
In enger Zusammenarbeit mit dem IfIS werden innovative Suchfunktionen für PubPharm entwickelt. Ein Beispiel dafür ist eine Vorschlagsliste verwandter, kontextähnlicher Substanzen, Krankheiten/Symptome und Gene bei der Arzneistoffsuche, die mit Hilfe von Deep Learning Algorithmen generiert wird.

Der Vortrag bietet einen Überblick über den technischen Aufbau, die Inhalte und die verschiedenen Funktionalitäten von PubPharm sowie abschließend einen Ausblick auf weitere Entwicklungen.



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Vortrag 4: Open Access als Aufgabenbereich medizinischer Bibliotheken

Referentin: Nina Stellmann, Ärztliche Zentralbibliothek des UKE Hamburg-Eppendorf

„Open Access als Aufgabenbereich medizinischer Bibliotheken“ war das Thema einer Bachelorarbeit im berufsbegleitenden Studiengang an der Hochschule Hannover. Die Arbeit beinhaltete u.a. die Untersuchung des Beratungs- und Informationsangebots zu Open Access, sowie die zugrunde liegende Infrastruktur von acht ausgewählten medizinischen Bibliotheken. Als Untersuchungsmethode wurde einen Webseitenanalyse gewählt. Die Methode, die ausgewählten Bibliotheken und die Ergebnisse der Untersuchung werden im Vortrag kurz vorgestellt und Möglichkeiten der Nachnutzbarkeit durch andere Bibliotheken aufgezeigt.

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Vortrag 5: Sezieren, Präparieren, Schneiden – virtuell und ohne Blut: zwei Jahre Praxiserfahrung mit „Anatomage“ an der Medizinbibliothek Göttingen

Referentin: Dagmar Härter, Bereichsbibliothek Medizin der SUB Göttingen

Im Februar 2017 wurde der große Antrag von der Fakultät endlich genehmigt und ein halbes Jahr später war er da: der 3D-Anatomietisch der Firma „Anatomage“. Seit dem Wintersemester 2017/18 steht er als unterstützendes High Tech Lerntool den Studierenden des Präparierkurses sowie allen Interessierten zur Verfügung, die anatomische Präpariertechniken und Schnitte quasi in Endlosschleife immer wiederholen können. Dazu sind mehrere Ganzkörperspender und eine umfangreiche „High Resolution Regional Anatomy“ in entsprechender Bild- und Schnitttechnik und anschließender 3D-Simulation hinterlegt.

Zusätzlich stehen diverse weitere Funktionen und Tools zur Lernunterstützung bereit, u.a. CT- und radiologische Schnittbilder, eine mehrere 1000 Fälle umfassende Datenbank von „Clinical Cases“ und vieles mehr. In Zeiten, wo 3D-Technologie im Arbeitsalltag immer wichtiger wird, bietet der Tisch eine unerschöpfliche Fülle an Möglichkeiten, sich selber zu schulen sowie Wissen in Einzel- oder Gruppenarbeit aufzufrischen und abzuprüfen.

Der Vortrag gibt einen Überblick über den Antragsweg, den Start in der Lehre und welches Konzept mit der freien Aufstellung in der Bibliothek verfolgt wird.

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Mittwoch, 18.09.2019, 11:00-11:30 Uhr / Session 8

Moderation:

Vortrag 6: Bridge, Act, Share, Learn - Der Blick über den eigenen Tellerrand

Referentin: Dr. Claudia Wöckel, Bibliothek Medizin/Naturwissenschaften der UB Leipzig

Die EAHIL bietet alle zwei Jahre eine europäische Plattform, zum Austausch zwischen Informationsspezialisten und Bibliothekaren, anhand praktischer Workshops. Von der diesjährigen Veranstaltung in Basel, den Inhalten und Themen, sowie der eigenen Erfahrung einen Workshop zu organisieren und präsentieren, wird in diesem Vortrag berichtet. Außerdem werden die Ergebnisse des Workshops „Support Services for Scientists - A brainstorming session“ dargestellt.

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Vortrag 7: AGMB goes EAHIL

Referenten: Dr. Iris Reimann und Dr. Martina Semmler-Schmetz

Abstract

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Mittwoch, 18.09.2019, 11:30-13:00 Uhr / Schlusssession

Moderation: Dr. Iris Reimann

  • Kurzzusammenfassung Treffpunkte
  • Prämierung Poster
  • Danksagungen, Einladung zum nächsten Tagungsort und Schlusswort