Arbeitskreise der AGMB


Arbeitskreis der Krankenhausbibliotheken

Der 1983 in Offenbach gegründete Arbeitskreis der KrankenhausbibliothekarInnen vertritt die Interessen der größten Gruppe der in der Arbeitsgemeinschaft für medizinisches Bibliothekswesen (AGMB) organisierten Institutionen. Im Zweijahrszyklus wählen die TeilnehmerInnen des Arbeitskreises ihre Sprecherin, die damit zugleich regulär im Vorstand der AGMB tätig ist. Diese Regelung gewährleistet eine gute Integration der Krankenhausbibliotheken in die Arbeit der AGMB, die Berücksichtigung ihrer besonderen Belange sowie wachsendes Verständnis für diesen besonderen Typ einer kleinen Spezialbibliothek.

Bei den jährlichen Treffen ist es das wichtigste Anliegen dieses Arbeitskreises, den Erfahrungsaustausch unter FachkollegInnen zu fördern und die positive Einschätzung der eigenen Leistung in diesem „Allround-Job“ zu stärken. Die Treffen bieten Gelegenheit, einmal aus der berufsbedingten Isolation herauszutreten, denn viele sind „One-Person-Libraries“. Oftmals ist es der einzige vom Arbeitgeber honorierte Tagungsbesuch. Die häufige Fehleinschätzung der Möglichkeiten einer Krankenhausbibliothek durch das Krankenhausmanagement sogar im Zeitalter der explodierenden Informationstechnologien, aber auch die Sparmaßnahmen auf dem Gesundheitssektor führen nach wie vor zu gravierenden Engpässen in vielen Bibliotheken.

Gemeinsam wird in zahllosen Gesprächen und Diskussionen nach individuellen Lösungen gesucht, um das Ansehen der Bibliothek im eigenen Haus zu steigern und die Fachkompetenz zu erhöhen. Deshalb bietet dieser Arbeitskreis seinen TeilnehmerInnen Fortbildungen zu jeweils aktuellen Themen an, die auf die besonderen Aufgaben in den Krankenhausbibliotheken ausgerichtet sind.

Die Vorträge und anschließenden Diskussionen befassten sich in der Vergangenheit vielfach mit Fragen zur Personalstruktur und Besoldung, zu den EDV-Katalogisierungssystemen für kleine Bibliotheken, zu Datenbanken, Internet, zu den wichtigsten Aktivitäten in einer „One-Person-Library“ uvm.

In jüngster Zeit befassen wir uns vor allem mit Themen wie Sparmaßnahmen, Leistungsdruck – was nun, mit Strategien für Krankenhausbibliotheken als Antwort auf finanzielle Restriktionen. Die Literatur ist und bleibt ein wichtiger Katalysator zur Weiterentwicklung in der Pflege. Wir müssen fit sein für die Spezialbibliothek im Krankenhaus, den Wandlungsprozess aktiv gestalten und uns Gedanken machen, wie wir im Krankenhaus zum Kompetenzzentrum für Literatur und Information werden und mit unserer Dienstleistungstätigkeit mit dazu beitragen, eine effektive und kostengünstige Krankenversorgung sicherzustellen.

Ich lade alle KrankenhausbibliothekarInnen herzlich zu diesem Treffen ein und freue mich auf eine rege Teilnahme.

Christa Giese
(Klinikum Stuttgart)


Arbeitskreis der Pharmabibliotheken

Finanzierung, Nutzerkreis, Aufgabenstellung ...

Spezialbibliotheken in pharmazeutischen Unternehmen unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von Medizinbibliotheken der öffentlichen Hand. Grund genug für den Arbeitskreis der Pharmabibliotheken, im Rahmen der AGMB-Jahrestagung einen Pharma-Roundtable auszurichten und somit BibliothekarInnen aus diesen Einrichtungen ein Forum für fachliche Diskussionen und Erfahrungsaustausch zu bieten.

Einen festen Bestandteil der dreistündigen Veranstaltung bilden ein oder mehrere Vorträge, die von externen Referenten oder Teilnehmern des Roundtable selbst gehalten werden. Mit Themen wie Internet- und Intranet-Nutzung, Einsatz von Dokumentlieferdiensten oder Beschaffungsproblemen bei grauer Literatur hat der Arbeitskreis in den vergangenen Jahren versucht, am bibliothekarischen "Puls der Zeit" zu bleiben und praxisnahe Informationen unter besonderer Berücksichtigung der Interessen von Pharmabibliotheken zu vermitteln.

Der Roundtable des Arbeitskreises der Pharmabibliotheken wurde 1993 auf der AGMB-Jahrestagung in Essen ins Leben gerufen und steht allen InteressentInnen offen - Gäste aus anderen Bereichen des medizinischen Bibliothekswesens sind ebenfalls willkommen. Die Veranstaltung findet am Nachmittag des ersten Tagungstages statt und wird von jeweils ca. 40 TeilnehmerInnen besucht.

Sascha Höning
( Abbott GmbH & Co. KG )


Arbeitskreis der Medizinbibliotheken an Hochschulen

Nach dem erfolgreichen Vorbild der Arbeitskreise der Krankenhaus- und Pharmabibliotheken wurde auf der Jahrestagung 1995 in Münster ein Arbeitskreis für medizinische Hochschulbibliotheken gegründet. Hier sollen sich alle diejenigen BibliothekarInnen angesprochen fühlen, die an einer universitären Fachbibliothek Medizin arbeiten, das Fach Medizin in der Universitätsbibliothek betreuen oder vergleichbare Aufgaben an einer Hochschule innehaben. Der zugrundeliegende Gedanke war, daß es in diesem Bereich etliche Themengebiete, Fragestellungen und Probleme gibt, die von keinem oder nur geringem Interesse für die anderen Teilnehmer sind. Die beiden ersten Sitzungen 1995 und 1996 wurden von 40-60 Teilnehmern besucht. Die besprochenen Gebiete reichen vom Dauerthema Interner Leihverkehr über Evaluierung von medizinischen Internetquellen bis hin zum Umgang mit Impact-Faktoren.

Der Arbeitskreis ist nicht als festes Programm von aufeinanderfolgenden Frontal-Vorträgen konzipiert, dem man mehr oder weniger passiv beiwohnt. Nein, im Gegenteil: Der Arbeitskreis will sich im durchaus wörtlichen Sinn als Arbeitskreis verstanden wissen: als Roundtable oder eine Art akademischer Stammtisch, in dem Vorträge nur ein Mittel sind, um aktuelle Probleme und Fragen aus der Praxis zu thematisieren, und der die Struktur zur Verfügung stellt, um den Teilnehmern eine effiziente Diskussion und einen intensiven Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.

Stefanus Schweizer
( Universitätsbibliothek Mainz)


Arbeitskreis Österreichische Medizinbibliothekarinnen und Bibliothekare

Der Arbeitskreis österreichischer Medizinbibliothekarinnen und -bibliothekare verfolgt das Ziel, den Erfahrungs- und Meinungsaustausch von österreichischen Bibliothekarinnen und Bibliothekaren aus den Bereichen Medizin, Pharmazie und Gesundheitswesen zu intensivieren und Wünsche und Möglichkeiten von Kooperationen abzuklären.

Den Anstoß zur Gründung des Arbeitskreises gaben die in den letzten Jahren erfolgte Errichtung der drei staatlichen Medizinuniversitäten in Graz, Innsbruck und Wien sowie von privaten Medizinuniversitäten in Hall in Tirol (UMIT), in Salzburg (PMU) und in Wien (TCM, Privatuniversität Li Shi Zhen) sowie beispielhafte Aktivitäten medizinbibliothekarischer Vereinigungen in anderen Ländern.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten des Arbeitskreises liegt in zweimal pro Jahr stattfindenden Treffen sowie in der Schaffung einer optimalen Informations- und Kommunikationsinfrastruktur für österreichische Medizinbibliothekarinnen und -bibliothekare (Directories, Mailingliste, Website). Nicht zuletzt aufgrund der Mitgliederstruktur besteht auch eine enge Kooperation mit der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB).

Kontakt: Mag. Bruno Bauer (Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien)