Bei den jährlichen Treffen ist es das wichtigste Anliegen dieses Arbeitskreises,
den Erfahrungsaustausch unter FachkollegInnen zu fördern und die positive
Einschätzung der eigenen Leistung in diesem „Allround-Job“
zu stärken. Die Treffen bieten Gelegenheit, einmal aus der berufsbedingten
Isolation herauszutreten, denn viele sind „One-Person-Libraries“.
Oftmals ist es der einzige vom Arbeitgeber honorierte Tagungsbesuch. Die häufige
Fehleinschätzung der Möglichkeiten einer Krankenhausbibliothek durch
das Krankenhausmanagement sogar im Zeitalter der explodierenden Informationstechnologien,
aber auch die Sparmaßnahmen auf dem Gesundheitssektor führen nach
wie vor zu gravierenden Engpässen in vielen Bibliotheken.
Gemeinsam wird in zahllosen Gesprächen und Diskussionen nach individuellen
Lösungen gesucht, um das Ansehen der Bibliothek im eigenen Haus zu steigern
und die Fachkompetenz zu erhöhen. Deshalb bietet dieser Arbeitskreis seinen
TeilnehmerInnen Fortbildungen zu jeweils aktuellen Themen an, die auf die besonderen
Aufgaben in den Krankenhausbibliotheken ausgerichtet sind.
Die Vorträge und anschließenden Diskussionen befassten sich in der
Vergangenheit vielfach mit Fragen zur Personalstruktur und Besoldung, zu den
EDV-Katalogisierungssystemen für kleine Bibliotheken, zu Datenbanken, Internet,
zu den wichtigsten Aktivitäten in einer „One-Person-Library“
uvm.
In jüngster Zeit befassen wir uns vor allem mit Themen wie Sparmaßnahmen,
Leistungsdruck was nun, mit Strategien für Krankenhausbibliotheken
als Antwort auf finanzielle Restriktionen. Die Literatur ist und bleibt ein
wichtiger Katalysator zur Weiterentwicklung in der Pflege. Wir müssen fit
sein für die Spezialbibliothek im Krankenhaus, den Wandlungsprozess aktiv
gestalten und uns Gedanken machen, wie wir im Krankenhaus zum Kompetenzzentrum
für Literatur und Information werden und mit unserer Dienstleistungstätigkeit
mit dazu beitragen, eine effektive und kostengünstige Krankenversorgung
sicherzustellen.
Ich lade alle KrankenhausbibliothekarInnen herzlich zu diesem Treffen ein und
freue mich auf eine rege Teilnahme.
Christa Giese
(Klinikum Stuttgart)
Spezialbibliotheken in pharmazeutischen Unternehmen unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von Medizinbibliotheken der öffentlichen Hand. Grund genug für den Arbeitskreis der Pharmabibliotheken, im Rahmen der AGMB-Jahrestagung einen Pharma-Roundtable auszurichten und somit BibliothekarInnen aus diesen Einrichtungen ein Forum für fachliche Diskussionen und Erfahrungsaustausch zu bieten.
Einen festen Bestandteil der dreistündigen Veranstaltung bilden ein oder mehrere Vorträge, die von externen Referenten oder Teilnehmern des Roundtable selbst gehalten werden. Mit Themen wie Internet- und Intranet-Nutzung, Einsatz von Dokumentlieferdiensten oder Beschaffungsproblemen bei grauer Literatur hat der Arbeitskreis in den vergangenen Jahren versucht, am bibliothekarischen "Puls der Zeit" zu bleiben und praxisnahe Informationen unter besonderer Berücksichtigung der Interessen von Pharmabibliotheken zu vermitteln.
Der Roundtable des Arbeitskreises der Pharmabibliotheken wurde 1993 auf der AGMB-Jahrestagung in Essen ins Leben gerufen und steht allen InteressentInnen offen - Gäste aus anderen Bereichen des medizinischen Bibliothekswesens sind ebenfalls willkommen. Die Veranstaltung findet am Nachmittag des ersten Tagungstages statt und wird von jeweils ca. 40 TeilnehmerInnen besucht.
Sascha Höning
(
Abbott GmbH & Co. KG )
Der Arbeitskreis ist nicht als festes Programm von aufeinanderfolgenden Frontal-Vorträgen konzipiert, dem man mehr oder weniger passiv beiwohnt. Nein, im Gegenteil: Der Arbeitskreis will sich im durchaus wörtlichen Sinn als Arbeitskreis verstanden wissen: als Roundtable oder eine Art akademischer Stammtisch, in dem Vorträge nur ein Mittel sind, um aktuelle Probleme und Fragen aus der Praxis zu thematisieren, und der die Struktur zur Verfügung stellt, um den Teilnehmern eine effiziente Diskussion und einen intensiven Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.
Stefanus Schweizer
( Universitätsbibliothek Mainz)
Der Arbeitskreis österreichischer Medizinbibliothekarinnen
und -bibliothekare verfolgt das Ziel, den Erfahrungs- und Meinungsaustausch
von österreichischen Bibliothekarinnen und Bibliothekaren aus den Bereichen
Medizin, Pharmazie und Gesundheitswesen zu intensivieren und Wünsche und
Möglichkeiten von Kooperationen abzuklären.
Den Anstoß zur Gründung des Arbeitskreises gaben die in den letzten
Jahren erfolgte Errichtung der drei staatlichen Medizinuniversitäten in
Graz, Innsbruck und Wien sowie von privaten Medizinuniversitäten in Hall
in Tirol (UMIT), in Salzburg (PMU) und in Wien (TCM, Privatuniversität
Li Shi Zhen) sowie beispielhafte Aktivitäten medizinbibliothekarischer
Vereinigungen in anderen Ländern.
Der Schwerpunkt der Aktivitäten des Arbeitskreises liegt in zweimal pro Jahr stattfindenden Treffen sowie in der Schaffung einer optimalen Informations- und Kommunikationsinfrastruktur für österreichische Medizinbibliothekarinnen und -bibliothekare (Directories, Mailingliste, Website). Nicht zuletzt aufgrund der Mitgliederstruktur besteht auch eine enge Kooperation mit der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB).
Kontakt: Mag. Bruno Bauer (Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien)