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Stellungnahme zur Regelwerksumstellung



Liebe Kolleginnen und Kollegen,

anbei ein heute vom Vorsitzenden der AGMB an den Standardisierungsausschuss
bei der Deutschen Bibliothek versandter Brief.

MFG, O.Obst

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Betreff: Stellungnahme zur Regelwerksumstellung

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen (AGMB e.V.) 
sind mehr als 450 Mitglieder aus medizinischen Bibliotheken und 
Informationseinrichtungen aller Größenordnungen zusammengeschlossen.
Einige Mitglieder der AGMB sind an den Vorstand herangetreten, weil sie 
sich besorgt über die geplante Umstellung der Katalogisierungsregeln
und -formate zeigen. Es han-delt sich im wesentlichen um Mitarbeiter/-innen kleiner und kleinster 
Bibliotheken, z.B. an Krankenhäusern. Sie sehen, soweit die Implikationen bisher bekannt und absehbar sind, 
eine erhebliche Belastung ihrer Tätigkeit, ohne dass aus der 
Umstellung ein Nutzen zu ziehen ist. Eine Internationalisierung von 
Regelwerken ist sicherlich grundsätzlich sinnvoll, da ein Austausch 
von Daten erfolgen kann. Für die hier angesprochenen Biblio-theken 
kommt dies allerdings nicht in Frage. Insofern werden allein mögliche Zusatzbe-lastungen bei ohnehin schon 
fehlenden Ressourcen gesehen.
Von Seiten des Vorstands möchten wir nicht so weit gehen, jetzt bereits 
eine Verschie-bung des Umstiegs von RAK auf AACR zu fordern, wir bitten 
jedoch, baldmöglichst eine fundierte, auf die Zielgruppe der kleineren 
und kleinen Bibliotheken gerichtete Information zu erstellen, in der 
die Umstellung erläutert und deren Folgen für die Bibliotheken dargestellt 
wird.
Der Vorstand der AGMB wird danach seine Mitglieder zur Regelwerksumstellung 
befragen und eine Stellungnahme abgeben. Bitte teilen Sie uns mit,
wann mit einer solchen Darstellung zu rechnen ist.

Mit freundlichem Gruß

Ulrich Korwitz
(1.Vorsitzender der AGMB)