BioMed Central – ein kommerzielles
Publikationsmodell für den offenen Zugang zu Forschungsergebnissen
Der hohe Stellenwert, den Zeitschriften
im Forschungs- und Wissenschaftsbetrieb, insbesondere für den STM-Bereich
einnehmen, ist unbestritten. Die sogenannte Informations- und
Zeitschriftenkrise, die durch die Publikationsflut und die hohen jährlichen
Preissteigerungen entstanden ist, konnte auch durch die Entwicklung und
Etablierung elektronischer Zeitschriften, entgegen den von vielen gehegten
Erwartungen, nicht bewältigt werden. Einen vielversprechenden Lösungsansatz
bietet das von BioMed Central <www.biomedcentral.com> entwickelte Modell
eines offenen Zugangs zu wissenschaftlichen Fachzeitschriften.
Das aktuelle Interview mit Jan Velterop informiert über
Ziele und inhaltliche Schwerpunktsetzung dieses innovativen
Wissenschaftsverlages, der im April 2000 gegründet worden ist.
Thematisiert
werden auch Aspekte wie Peer-Review, Impact Factor und Indizierung in
Datenbanken sowie mögliche Perspektiven für die Publikationsform „Zeitschrift“.

1) ZIELE VON BIOMED CENTRAL
B. Bauer:
BioMed Central Ltd., ein kommerzieller Verlag mit Sitz in London, ist Teil der
Current Science Group. BioMed Central verfolgt das Ziel, Forschungsergebnisse
aus allen Gebieten der Biologie und der Medizin im Internet zu publizieren und
einen unmittelbaren und freien Zugang für alle anzubieten.
Welche Motive - neben der bereits
erwähnten Zielsetzung - waren ausschlaggebend dafür, dass es im April 2000 zur
Gründung von BioMed Central kam? Welche wichtigen Etappen auf dem Weg zu diesem
Ziel wurden von BioMed Central bisher zurückgelegt?
J. Velterop:
Eines unserer Motive und Ziele ist es zu beweisen, dass der offene Zugang zu
Forschungsergebnissen nicht allein von Subventionen abhängig ist, sondern auch
mit einem kommerziellen Geschäftsmodell verwirklicht werden kann. Die
Wahrscheinlichkeit, dass diese Art des Zugangs bestehen bleibt, ist in der Tat
viel größer, wenn man einen entsprechenden Geschäftsplan umsetzt, weil
Subventionen inhärent unbeständig sind und politischen Entscheidungen
unterliegen. Wir haben bereits bewiesen, dass ein offenes Zugangssystem (Open
Access) vom technischen und prozeduralem Standpunkt (Tausende Artikeln wurden
in diesem offenen Zugangsmodell begutachtet und herausgegeben) sowie auch vom
logischen Standpunkt aus (die Unterstützung für die zugrundeliegende
Philosophie und die ökonomische Sinnhaftigkeit des Modells ist weit verbreitet)
möglich ist. Jetzt besteht nur mehr die Notwendigkeit der Erweiterung um eine
vernünftige wirtschaftliche Ebene zu erreichen.
Das Geld ist jedenfalls vorhanden, wenn wir davon
ausgehen, dass die akademische Welt die wissenschaftliche Kommunikation
bezahlt. Sie zahlt ja schon jetzt - nur wird das Geld in die falsche Richtung
kanalisiert.
Der Fortschritt von Open Access ist stetig, wenn
auch, aufgrund der tief verwurzelten kulturellen Vorliebe für den Status quo
der traditionellen Veröffentlichungsmodelle, langsamer als uns lieb ist.
Hauptverantwortlich dafür ist eine irrationale
Angst der Forscher vor negativen Konsequenzen für ihre Karriere bei der
Publikation nach dem Modell des Open Access (und Befürchtungen der Verlage vor
schrumpfenden Gewinnen - je länger sie aber mit den Anpassung warten, desto
mehr wird dies der Fall sein).
2) INITIATIVEN NEBEN BIOMED CENTRAL
B. Bauer: Das
Ziel des freien und ungehinderten Zugangs zu biomedizinischer Forschungsliteratur
verfolgen neben BioMed Central auch Initiativen wie SPARC, die Open Archives
Initiative, PubMed Central oder Public Library of Science.
Wie steht BioMed Central zu den
genannten Initiativen?
J. Velterop:
SPARC möchte vor allem die Kosten der Bibliotheken für wissenschaftliche
Literatur senken.
Die Open Archives Initiative arbeitet an Standards
für Metadaten um die "Findbarkeit" von Literatur zu verbessern und
hat als solches keinen richtungsweisenden Einfluss auf Open Access (z.B.: alle
Journale von Elsevier sind OAI-kompatibel, entsprechen aber sicherlich nicht
dem Open Access Standard).
PubMed Central ist eine Datenbank für Open Access
Literatur für die biomedizinische Fachgebiete.
Public Library of Science ist als einzige
Initiative in dieser Liste vergleichbar mit BioMed Central, sie plant die
Herausgabe von Open Access Zeitschriften mit einem im Grunde gleichen
Geschäftsmodell wie BioMed Central.
3) NEUE BMC-TITEL
B. Bauer:
BioMed Central gibt derzeit 57 wissenschaftliche Zeitschriften in zwei
Kategorien heraus. Die Medizin beinhaltet 39
medizinischen Titel von BMC Anesthesiology bis BMC Women’s Health, die Biologie
18 Titel von BMC Biochemistry bis BMC Structural Biology - und laufend kommen
neue Zeitschriften hinzu.
Welche Kriterien müssen erfüllt
werden, damit BioMed Central die Herausgabe einer neuen Zeitschrift übernimmt?
J. Velterop: Neue
Zeitschriften kommen für eine Herausgabe durch BioMed Central in Frage, wenn es
eine genügend große Editorengruppe mit ausreichender wissenschaftlicher
Reputation gibt, die eine neue Open Access Zeitschrift in Überseinstimmung mit
unseren Publikationsrichtlinien begründen will.
Zur Zeit haben wir solche unabhängigen Journale
nur für den Bereich der Biomedizin, aber wir bereiten uns auch auf die
Veröffentlichung weiterer Titel in anderen Fachgebieten vor.
Da alle von uns
herausgegebenen Forschungsjournale dem Open Access Standard entsprechen ist die
Idee einer Gesamtvereinbarung für alle Bibliotheken nicht relevant.
4) QUALITÄTSSICHERUNG DURCH PEER-REVIEW
B. Bauer: Zur
Sicherung der Qualität wurde ein Peer-Review-Verfahren eingerichtet, dem
sämtliche Zeitschriften - biologische wie medizinische Titel - unterzogen
werden. Für Beiträge in den biologischen Zeitschriften erfolgt das Verfahren
anonym, für Beiträge in medizinischen Zeitschriften offen. Das traditionelle
System des Peer-Review ist in der Scientific community keinesfalls
unumstritten. BioMed Central experimentiert auch bereits bezüglich alternativer
Bewertungssysteme.
Wäre es im Hinblick auf die
Pionierrolle, die BioMed Central für das wissenschaftliche Publikationswesen
einnimmt, nicht passender, von vornherein auf alternative Bewertungssysteme zu
setzen, wie sie etwa von Stevan Harnad bei der Zeitschrift „Psycoloquy“ oder
beim „Journal of Interactive Media in Education“ entwickelt wurden?
J. Velterop: Um
das Modell des Open Access zu einem Erfolg zu machen ist es wichtig die Anzahl
der Variablen in der experimentellen Rechnung zu limitieren. Anonymer
Peer-Review ist in der Biologie die Norm und wenn wir in der Lage sein wollen
die eingereichten Artikel zu begutachten, dann müssen wir hier konform gehen.
Obwohl das offene Peer-Review wünschenswert wäre,
glauben wir, wir sollten den Erfolg nicht durch den Kampf an zu vielen Fronten
gefährden.
In den medizinischen Fachgebieten ist das offene
Peer-Review vergleichsweise besser akzeptiert und wir denken, dass wir es für
unsere Journale in diesen Disziplinen anwenden können ohne Gefahr zu laufen
keine guten Gutachter zu finden.
5) IMPACT FACTOR UND ANDERE
EVALUIERUNGSINSTRUMENTE
B. Bauer:
Wissenschaftliche Forschung wird laufend evaluiert, wobei Publikationen ein
hoher Stellenwert beigemessen wird. Die Bewertung erfolgt, insbesondere etwa an
europäischen Universitäten und Forschungseinrichtungen, durch Nutzung des vom
Institute for Scientific Information jährlich ermittelten Impact Factors der
Zeitschrift, in der ein Artikel publiziert wurde.
Seit im September 1994 mit „The Online
Journal of Knowledge Synthesis for Nursing“ erstmals eine elektronische
Zeitschrift in die ISI-Datenbank aufgenommen worden ist, kommen laufend neue,
von ISI geprüfte Online-Titel, hinzu.
Wieviele BMC-Zeitschriften weisen
bereits einen Impact Factor auf? Entwickelt BioMed Central für BMC-Artikel auch
alternative Evaluierungsinstrumente?
J. Velterop: Bis
jetzt besitzen nur zwei BMC-Zeitschriften einen Impact Factor, zwei weitere
haben einen vorläufigen. ISI vergibt einen Impact Factor erst nach einer
gewissen Anzahl von Publikationsjahren und die BMC-Journale existieren ganz
einfach noch nicht lange genug.
„Arthritis Research & Therapy“ (geg. 1999) hat
vor kurzem den Impact Factor 3,44 bekommen und „Breast Cancer Research“ (geg.
1999) hat den Impact Factor 2,82. „BMC Infectious Diseases“ (geg. 2000) und
„BMC Cancer“ (geg. 2000) haben vorläufige Impact Factoren von 0.96 bzw. 1.05.
Wir erwarten, dass diese innerhalb eines Jahres endgültig fest stehen und dass
wir für viele andere Journale zumindest vorläufige IF's erhalten.
BioMed Central entwickelt tatsächlich alternative
Begutachtungsmodelle, aber nicht nur für die eigenen Titel oder für Open Access
Journale. Faculty of 1000 (www.facultyof1000.com) ist ein Evaluierungssystem in
dem individuelle Artikel (NICHT Journale) durch führende Wissenschaftler des jeweiligen
Fachgebietes (the 'Faculty') nach erfolgter Veröffentlichung begutachtet
werden. Der Vorteil liegt klar auf der Hand. Es werden Artikel beurteilt und
nicht Zeitschriften in denen die Qualität der einzelnen Beiträge fast immer
eine große Bandbreite hat. Weniger als 20% der Artikel verursachen mehr als 80%
der Zitierungen.
6) AUFNAHME VON BMC-ZEITSCHRIFTEN IN
DATENBANKEN
B. Bauer: Ein
wichtiges Kriterium für den Erfolg einer wissenschaftlichen Zeitschrift ist
deren Referenzierung in internationalen bibliographischen Datenbanken. Für den
biomedizinischen Bereich ist MEDLINE die bei weitem bedeutendste Datenbank, die
über 12 Mio. Artikel aus medizinischen Zeitschriften ab 1966 nachweist. Von den
verschiedenen Zugangsmöglichkeiten zur MEDLINE ist der bekannteste der von der
US National Library of Medicine offerierte Zugang über PubMed. Seit der
Freigabe des Zugriffs auf PubMed im Juni 1997 ist eine Vervielfachung der
Nutzung zu registrieren. Zusätzliche Services, wie Loansome Doc für die
Dokumentenlieferung oder LinkOut für die Verlinkung mit den entsprechenden
Volltexten, unterstreichen die hervorragende Bedeutung von PubMed für die
biomedizinische Literatur- und Informationsversorgung.
Welcher Anteil an den
BMC-Zeitschriften wird in PubMed bzw. MEDLINE ausgewertet? Wieviele BMC-Titel
werden in anderen, für den biomedizinischen Bereich bedeutenden Datenbanken,
etwa BIOSIS, CAS oder EMBASE referenziert?
J. Velterop:
ALLE von BioMed Central veröffentlichten
Forschungsartikel finden sich in PubMed und die Mehrzahl auch in Medline (es
fallen nur Artikeln jener Zeitschriften heraus, die bisher nicht genügend oft
herausgegeben wurden). Das Schöne an Open Access ist, dass nicht nur der
Abstract, sondern auch der komplette Artikel in jede Datenbank, die das wünscht,
aufgenommen werden kann.
Einen Überblick darüber, welche Zeitschriften in
welcher Datenbank indexiert werden, bietet folgende Internetadresse: URL:
http://www.biomedcentral.com/info/libraries/indexing
7) AKZEPTANZ VON BIOMED CENTRAL
B. Bauer:
BioMed Central versteht sich als Angebot an Autoren, alternative
Publikationswege zu beschreiten. BioMed Central bietet auch ein
institutionelles Mitgliedschaftsprogramm an. In jüngster Zeit konnte BioMed
Central ein Konsortialabkommen mit dem britischen Joint Information Systems
Committee für 180 Institutionen abschließen.
Wieviele Autoren haben bisher das
Angebot, in einer der BMC-Zeitschriften zu publizieren, angenommen? Welche
Vorteile bringt eine institutionelle Mitgliedschaft? Wieviele Institutionen
sind derzeit Mitglied von BioMed Central?
Wieviele Logins verzeichnen die
BMC-Zeitschriften im Durchschnitt pro Monat?
J. Velterop: Bis
jetzt haben sich bereits Tausende Autoren für Open Access entschieden. Eine
Liste kann man unter folgender Internetadresse finden:
http://www.biomedcentral.com/pioneer/
Es gibt mehr als 300 Institutionen die eine
Mitgliedschaft bei BMC abgeschlossen haben. Der wichtigste Vorteil ist, dass
die Autoren dieser Institutionen automatisch einen Gebührenerlass bekommen,
wenn ihre Artikel, nach der Begutachtung, zur Veröffentlichung angenommen
werden.
Im Durchschnitt wird jedes Paper, alleine nur vom
BMC Standort, mehr als 250 Mal herunter geladen. Downloads von PubMed, von
INIST und von Potsdam wo all das Material von BMC nochmals gespeichert ist,
sind hier nicht mitgezählt. Die Zahlen sind also sehr wahrscheinlich noch
substantiell höher.
8) IMAGES.MD UND FACULTY OF 1000
B. Bauer:
Neben den BMC-Zeitschriften produziert die Current Science Group auch
kostenpflichtige Produkte wie images.MD oder Faculty of 1000.
Was sind die Charakteristika dieser
Produkte? Sind Befürchtungen von Bibliothekaren berechtigt, dass ähnlich wie
bei BioMedNet, das von der Current Science Group entwickelt und dann an
Elsevier Reed verkauft wurde, weitere innovative Produkte der Current Science
Group an hochpreisige Verlage abgegeben werden?
J. Velterop: Der
Marktpreis jedes Produktes bezieht sich auf das Bedürfnis oder auf den Wunsch
dieses Produkt zu besitzen, ausgenommen in Fällen eines Monopols. Bibliotheken
und Forscher müssen nicht unbedingt F1000, images.MD oder BioMedNet haben.
Somit führen Marktkräfte diese Produkte auf ein durch Wettbewerb bestimmtes
Preisniveau. Der Verkauf an einen anderen Verleger wird das wahrscheinlich
nicht sehr beeinflussen. Bei Forschungsjournalen ist das allerdings anders. Es
gibt keine Wahlmöglichkeit und jede Zeitschrift, für deren Nutzung man Geld
zahlen muss, hat eine Monopolstellung. Darum haben wir uns entschlossen für
Forschungsjournale das Geschäftsmodell umzudrehen. Somit präsentieren wir die
Rechnung dem, der in Wirklichkeit die Auswahl hat, also dem Autor, und nicht
dem Leser, der keine Wahl hat. Das Material wird auch in einer Zeitschrift
veröffentlicht, jedoch zahlt man dafür wenn man publizieren will. Die Autoren
können es sich ja aussuchen wo sie ihre Beiträge einreichen. Somit wird das
Monopol aufgehoben und folglich werden die Preise unter Druck geraten.
9) ZUKUNFT VON BIOMED CENTRAL
B. Bauer: BioMed
Central betätigt sich als Herausgeber einer eindrucksvollen Zahl von Open
Access Zeitschriften.
Welche weiteren Akzente kann man von
BioMed Central in den nächsten Monaten und Jahren erwarten? In welchen
Bereichen werden Sie besondere Schwerpunkte setzen?
J. Velterop: Wie
bereits erwähnt werden wir uns wahrscheinlich auch in andere Gebiete als
Biomedizin ausbreiten. Zu Beginn vermutlich in angrenzende Fächer wie
Umweltwissenschaften, Kognitionswissenschaften, Tiermedizin, Landwirtschaft
etc.
10) PERSPEKTIVEN FÜR EKTRONISCHE
ZEITSCHRIFTEN
B. Bauer: Herr
Velterop, bereits vor Ihrer Tätigkeit für BioMed Central haben Sie unter
anderem bei den Verlagen Elsevier, Academic Press und Nature Publishing Group
wichtige Akzente am elektronischen Zeitschriftensektor gesetzt.
Welche weiteren Innovationen -
Gefahren wie Chancen - erwarten Sie für die traditionellen Akteure am Feld
elektronische Zeitschriften - Autor, Verlag, Zeitschriftenagentur, Bibliothek,
Leser - in den kommenden zwei, drei Jahren? Und wie wird sich die elektronische
Zeitschrift, sollte es diese dann noch geben, in etwa zehn, fünfzehn Jahren
präsentieren?
J. Velterop: Wie
Sie vielleicht wissen war ich bei Academic Press sehr stark involviert in den
Start der ersten substantiellen Datenbank für elektronische
Wissenschaftsliteratur, nämlich IDEAL. Die Atmosphäre bei Academic Press war
damals sehr zukunftsorientiert und das Management förderte die Einstellung,
grundlegend darüber nachzudenken, welche Rolle ein Herausgeber spielt und was
mit diesen gewonnen Einsichten zu machen sei.
Das Konzept von IDEAL sah vor, einen viel
breiteren Zugang zum Material zu gewährleisten als vorher, ohne den Preis in
die Höhe zu treiben. Der Projektteil des verbesserten Zuganges funktionierte,
aber andererseits stellte sich dieses Modell als Sackgasse für Bibliotheken
heraus. Von der Idee eines breiteren Zuganges habe ich mich weiterbewegt zum
Bild des umgekehrten Geschäftsmodells um den breitestmöglichen Zugang zu
erreichen: echter und voller Open Access für jeden. Genau das bauen wir hier
bei BioMed Central auf, mit der unerschütterlichen Unterstützung und unter der
intellektuellen Führung von Vitek Tracz, dem Vorsitzenden der Current Science
Group. Ich bin überzeugt, dass die Vorteile von Open Access für die akademische
Welt und auch für die Gesellschaft im allgemeinen so groß sind, dass Open
Access sich mit der Zeit durchsetzen wird. Hoffentlich früher als später. Die
konventionellen Verleger werden entweder die Notwendigkeit zur Veränderung
ihrer Geschäftsmodelle merken oder zusammenbrechen.
Was die Zukunft langfristig bringt kann man nur
vermuten. Ob Zeitschriften weiterhin existieren oder nicht ist unbedeutsam.
Journale sind Konzept, Marke und dienen dazu, ein Maß an Ordnung in die enorme
Menge an wissenschaftlicher Literatur zu bringen. Sind die Möglichkeiten einer
Online-Umgebung erst einmal realisiert, dann können sich diese Konzepte
weiterentwickeln und die „Zeitschrift“ wird als solche nicht mehr erkennbar
sein. Eine Sache allerdings ist für mich ganz klar: veröffentlichte
Forschungsergebnisse werden verfügbar sein, für jeden und überall.
Biography
Jan Velterop
Publisher of
the BioMed Central Group, a group of companies within the Current Science Group
He has a wealth of experience
within the scientific journals publishing business. Throughout the ‘90s, he was the Managing Director of Academic Press Limited, where he
was responsible for taking forward the highly successful and innovative IDEAL
project which was one of the first e-journal initiatives and now provides
thousands of libraries with access to the content of Academic Press
journals.
He has also held high profile positions at Macmillan
Publishers where he was the Publishing Director of
Nature Publishing Group and President of Nature Inc, and at the Dutch
Media Group, Wegener, where he was the Managing Director of one of their
newspaper titles. Following his postgraduate study in marine geology, he
started his publishing career at Elsevier in Amsterdam as Acquisitions Editor
responsible for a number of Books & Journals publishing programmes in
various disciplines.
In addition to the above he has worked as a consultant
within the scientific publishing and information industries.
Most recent publications
Public funding, public
knowledge, publication. 'Serials: The Journal for the Serials Community',
July 2003, Volume 16, Number 2.
Should Scholarly Societies
Embrace Open Access (or is it the Kiss of Death)? 'Learned Publishing',
2003, Volume 16, pp 167-169
To be useful, it must be
open; The Canopy of Scientific Research Literature Unfolds 'Research
Information', Spring 2003
Jan Velterop
BioMed
Central Limited
Middlesex
House
34-42
Cleveland Street
London
W1T 4LB
UK
e-mail: jan@biomedcentral.com
Tel. 020-7323
0323